Die Känguru Offenbarung #3 von Marc-Uwe Kling

10/10 ★

Achtung! Wer das Känguru Manifest noch nicht zu Ende gehört hat (denn davon gehe ich stark aus) und Spoiler vermeiden will (in Bezug auf das Manifest), der möge erst bei (2) weiterlesen und den ersten Teil überspringen!

(1) Nachdem das Känguru in den Untergrund abgetaucht ist, frönt Marc-Uwe ein eher einsames Dasein. Selbstgespräche drohen seinen Alltag zu übernehmen – doch dann: Eine Nachricht. Mit telefonisch unterdrückter Stimme ruft jemand bei ihm an.

“Für Frieden und Sozialismus! Sei bereit!”, sagt eine sehr tiefe elektronisch verstellte Stimme und legt auf.
Ich nehme das andere Telefon und rufe die angezeigte Nummer zurück.
“Äh … ja?”, fragt die elektronisch verstellte Stimme.
“Bist du das?”, fragte ich.
…………………………………. “Nein.”
“Beuteltier!”
…………………………………. “Nein.”

Das Känguru ist wieder aus dem Untergrund aufgetaucht (“Der Untergrund ist, wo ich bin”) und muss sich nun inkognito herumtreiben, d.h. es packt sich die schrulligsten Verkleidungen zusammen und das Schlimme daran ist, dass es tatsächlich funktioniert.
Es ist gekommen, weil sein Widersacher verschwunden ist.

(2) Ganz richtig! Der Pinguin ist verschwunden und nun beginnt die abenteuerlichste Hetzjagd um die ganze Welt. Wir treffen immer mal wieder auf alte Freunde, wie Otto von oder Friedrich Wilhelm (der allseits beliebte psychisch etwas geschwächter Psychiater) und Freunde aus dem Asozialen Netzwerk. Und Hertha (die nun einen hippe Untergrundkneipe bei sich zuhause betreibt).

Der Pinguin ist weg und das Känguru ist überzeugt, etwas sehr, sehr Faules ist im Gange. Dabei jagen sie den Spuren durch die ganze Welt hinterher und treffen auf die alte Band des Kängurus “Krankenhaus” (die einen sehr eigentümlichen Musikstil pflegen) oder auch auf sehr, sehr typisch-deutsche Backpacker (“It’s totally awesome! … And … you know?”).

Hier kommen auch dunkle Geheimnisse des Kängurus über seine Zeit beim Vietcong zu Tage und trifft es in Australien auf weitere Kängurus, die … genau so seltsam wie unser Känguru sind, allerdings doch ein wenig anders (absolut nichtssagende Zeile, aber ich will wirklich nicht viel vorneweg nehmen).
Fast schon grandios wird entlarvt, wie das mit den Ratingagenturen funktioniert, denn der alte Mann, der einfach nur das brummt, was er auf dem Grund seines Bierglases sieht, wird plötzlich die Quelle jedes Ratings! (Wie ist solch ein Wahnsinn nur möglich? Ach, ich vergaß. Finanzmärkte)

Außerdem entpuppt sich das Känguru als Liebhaber des “Fantasy-Scheiß'” und hat in “Die Wunderhure” von “Wenzel R. R. Skowronek” einen anbetungswürdigen Schriftsteller gefunden. (Auf der Schnitzeljagd landen sie auch kurz bei der Verfilmung dieses Werkes mit dem “Riesenzwerg” Ülf (1,80m groß)). Dass das Känguru ihm zwar vorher einige Meter Bücher verkauft, da dieser nur leerstehende Bücherregale hat und gerne gebildet erscheinen möchte, hat es einige Sekunden nach der Enthüllung schon wieder vergessen.

Jörn (oder war es Jörg?) Dwix taucht ebenfalls wieder auf (dieses Mal alias Guttenberg der Zweite, aber was ich damit meine, könnt ihr euch ja selbst anhören) und auch unsere geliebte Moderatorin Julia Müller, die am Anfang der Geschichte zum zweiten Mal den Buchpreis der Ullstein-Buchverlage verleiht (und das eher weniger gekonnt). Apropos Buchpreise: Wollt ihr wissen wie Marc-Uwe Kling reagiert, als der plötzlich auch noch dotierter Preis, den er zuvor im zweiten Teil mit den Worten “Ich lehne diesen Preis ab … weil es kein Geld dafür gibt” ablehnte, jetzt nicht an ihn, sondern an “Luis, der lustige Leguan” aus der Kindertagesstätte “Sümpfe der Traurigkeit” geht? Ihr kennt die Lösung zu dieser Wissenslücke ja bereits.

Doch dann: Das Känguru und Marc-Uwe Kling machen eine fantastische Entdeckung (abgesehen davon, dass das Känguru seekrank ist): Sie erkennen den Plan des Pinguins. Besser gesagt: Sie erkennen den Plan der ganzen Herde an Pinguinen, die nichts anderes vorhaben als … ? Nein, nein, wer das wissen möchte, muss sich das schon selbst anhören – ein kleiner Tipp: Das alles basiert auf einem riesigen Komplex dieser flugunfähigen Vögel. Die Jagenden werden zu Gejagten und retten zwischendurch noch ein süßes Pinguin-Küken, das das Känguru von “Sabine” (Marc-Uwe’s Wahl) zu “DER SCHREDDER” umtauft.

Ob der Plan schlussendlich vereitelt wurde und wie die ganzen Anit-Terror-Anschläge des Asozialen-Netzwerks ausgingen, das alles und noch viel mehr erfahrt ihr in diesem absolut gelungenen und lachhaft fantastischen Abschluss dieser phänomenalen Reihe!

Hier habt ihr nochmal ein kleines Misch-Masch aus “Manifest” und “Offenbarung”. Wer die vorherigen Posts nicht gelesen hat, kann hier gemütlich einsteigen und auf den Geschmack kommen.

… und wer die Känguru-Chroniken oder das Känguru-Manifest nochmal nachlesen möchte, kann das gerne tun!

Euch allen ansonsten noch einen wunderbaren lernfreien Sonntag!

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