Wild

I shouldn’t. But I will.
Unfortunately, I want to talk about the movie Wild. No, better, I want to write down, what it made me feel. This won’t be a movie review, it’s just the way I feel after watching this incredible special piece of Art.

The only thing, that I’ll never forget about this movie, is how Cheryl once said “My mother was the love of my life.” I nearly cried. (Okay, I did.) I’ve never heard someone say it like this and it broke my heart. I know, it’s a movie based on the autobiographic novel written by Cheryl Strayed and Reese Witherspoon is only “portraying” her – but in that moment, I just thought this is Sheryl and Sheryl lost the love of her life.

 I’m not the kind of human being that hugs everyone and tells friends and family that they are loved. Well, more the opposite. I expect everyone to know, that I do, that I worship my parents, even when they are totally acting crazy again or being old-fashioned about everything I want to do or I’m dreaming off, that I love my friends, who are as crazy and imperfect as I am. But I don’t tell that people, why should I?
After watching this movie I had to control the urge to run down the stairs to hug my Mum without a reason. And my Dad. And my brother. Fortunately, I didn’t. Seriously, they would’ve thought I went nuts 😉

The whole movie deals with forgiving yourself, with letting go and coming back. I couldn’t take my eyes off of her, how she survived the desert, the long walks with bleeding feet, mile by mile, marching on without looking back.
I’m no philosopher, hell no, but I think this path, this track she did (Pacific Crest Trail) is one of the truest pictures of how our live works. We start, we walk, we run, we take a break. We always decide, if we want to be stuck or if we march on. 

I thought about reading the book but I’m fine with the movie. I think, I won’t read it. One comment on Goodreads made me a little bit sad. Someone wrote
“A self-absorbed, ill-prepared woman, 26 years old, leaves her husband (a decent guy) for no good reason, mucks her life up even further with drugs and reckless sex, then engages in some vacuous navel-gazing on the Pacific Crest Trail. […]” (Book).

I haven’t read the book, as mentioned, but all I want to say is: Yes! That woman was fucked up. She did drugs, left her husband, was selfish and destructive but seriously, I wouldn’t break it down to that. It wouldn’t be enough. But hey, I just saw a good movie and didn’t read a good book.

Also, I thought about all the things I’m fearing to regret. I’m that crazy, that I already fear to regret things before I have even done them. What kind of person am I?

That was some very deep stuff here, people and because I’m not dealing well with deeeeeeep stuff, I’m going to stop it.
Watch the movie and be inspired, disgusted, disinterested – whatever. At least, you’ll feel something and that’s a promise.
 Have you seen the movie or read the book? Will you watch it? What are your thoughts?

“What if I forgave myself? I thought. What if I forgave myself even though I’d done something I shouldn’t have? What if I was a liar and a cheat and there was no excuse for what I’d done other than because it was what I wanted and needed to do? What if I was sorry, but if I could go back in time I wouldn’t do anything differently than I had done? What if I’d actually wanted to fuck every one of those men? What if heroin taught me something? What if yes was the right answer instead of no? What if what made me do all those things everyone thought I shouldn’t have done was what also had got me here? What if I was never redeemed? What if I already was?”

Gonzalo Giner – “Der Heiler der Pferde” (Historisch)

3/5★
Hach, ich danke dir, du wunderbare kleine, hinterherhinkende, aber jetzt wieder mit neuen Büchern bestückte Stadtbücherei Maintal! Wer sich meinen #BookHaul angeschaut hat, konnte deutlich sehen, dass ich irgendwann nur noch scheinbar wahllos aus dem “Historisch”-Regal Bücher eingepackt habe.
Und hier ist eines davon, das sowohl seine Stärken, aber auch seine Schwächen hat.
Aber zuerst beginnen wir ganz gesittet von vorne.

Titel: Der Heiler der Pferde
Autor: Gonzales Giner
Erscheinungsjahr: 2008
Seiten: 671

Zusammenfassung

“Kastilien 1195. Machtlos muss der 14-jährige Diego von Malagón zusehen, wie die arabischen Almohaden seine Familie brutal überfallen.
Mit letzter Kraft gelingt ihm auf Sabba, seiner Araberstute, die Flucht nach Toledo. Dort erregt seine Gabe, mit Pferden zu sprechen, die Aufmerksamkeit des muslimischen Pferdeheilers Galib. Er nimmt Diego als Lehrling an, führt ihn in die Grundkenntnisse des Heilens, das medizinische Wissen und die arabische Sprache ein.
Erneut muss Diego fliehen, diesmal einer Frau wegen. Seine Abenteuer führen ihn mitten in die politischen Konflikte der spanischen Reiche und zwingen ihn immer wieder zu Flucht und Neuanfang.
Seinen Traum vergisst er jedoch nie: Mit dem Glück des Mutigen kämpft er um seine Berufung und die Erfüllung seiner großen Liebe” (via hier)

Meinung

Junger Kerl, der einsam in den Wirren der Vergangenheit um seine Zukunft kämpft (+ die Erwähnung seiner großen Liebe) – gebongt, dachte ich mir. Tatsächlich hat mir die Geschichte auch sehr gut gefallen, der Schreibstil war genau so, wie ich ihn mir für einen historischen Roman gewünscht hätte.
(An alle da draußen, die denken, historische Romane sind nur für Geschichte-Nerds. Gar nicht wahr. Die sind genau so geschrieben wie Fantasybücher oder gute Romane, die Geschichte spielt halt nicht in einer anderen Welt, nur in einer anderen Zeit. Also: Probierts aus!)
Ich mochte Diego, genau so sehr, wie ich seine Triebe gehasst habe. Er bandelt ein bisschen mit der schönen Sarazenen-Frau seines Meisters an und das nur, weil er seine pubertären Hormone nicht unter Kontrolle hat (und sie ist ‘ne totale +#&%§2 !). Mir war das von Anfang an unsympathisch. Allerdings macht er das durch Scharfsinn, Lerneifer und seine restlichen Charakterzüge (meistens) wett.
Auch seine große Liebe, Mancia, ist jetzt auch nicht gerade eine Frau, die ich ihm wünschen würde. Keine Ahnung, ob es daran liegt, dass ein Mann diese Geschichte geschrieben hat, aber die Frauen generell wirken in diesem Buch etwas platt. Langweilig. Und nervig.
game-of-thrones-cersei-eyeroll
Aber das ist nur mein Empfinden, natürlich war damals noch nicht so sehr Emanzipation angesagt, aber irgendwie hab ich mich mehr mit dem jungen Diego verbunden gefühlt als mit irgendeiner dieser Frauen.
Die Geschichte ist geprägt von ‘ner Menge Rückschlägen (und von Resignationsanfällen, wenn einem wieder vor Augen geführt wurde, wie besch***rt die Menschen im 12 Jahrhundert waren. Sorry. Aber da kommt eine Krankheit und natürlich ist es GOTTES STRAFE! .. Ich weiß, es ist ja genau so gewesen, aber darüber aufregen muss ich mich jedes Mal. Zum Glück gab’s hier keine Hexenverbrennung.).
Aber Diego findet seinen Weg und letztendlich haben mir diese knapp unter 700 Seiten den Schlaf geraubt, weil ich unbedingt wissen musste, wie’s ausgeht. (Auch wenn mich die Liebesgeschichte noch immer nicht überzeugt hat) Aber es hat nach ca. 200 Seiten angefangen stark nachzulassen. Tja. an Rebecca Gablé kommt keiner dran.

Also alles in allem (trotz komischer Frauen-Charaktere und den Aussetzern von Diego) 3/5★

PS: Wer wirklich mal mit historischen Romanen einsteigen und sich definitiv nicht die Finger verbrennen will, der wähle Rebecca Gablé. Am besten ihre Bücher über die Rosenkriege. SUPERB.