Douglas Adams – The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy / Per Anhalter durch die Galaxis

5/5 ★
(English Review below)

… man beachte die ästhetische schwarze Heizung, unten links.

Ja, ich sitze gerade auf der Heizung in der Uni und zwar nur mit Socken. Meine Stiefel sind  so ‘n Thermo-Mist und irgendwie werden meine Füße immer zu Eiszapfen statt warm zu bleiben. Also – Schuhe aus, sich auf die Heizung setzen und den komisch guckenden Kommilitonen höflich winken (Nein, quatsch, dafür war ich die letzte Stunde zu beschäftigt das Buch fertig zu lesen.)

Da ich diesen wundervollen Doppelband geliehen bekommen habe, durfte ich gleich Band I und Band II lesen. Hier geht es aber erstmal nur um Teil I (Mir fehlen noch mickrige 30 Seiten von Teil II).

Dieses Buch wurde erstmals am 1. Januar 1988 publiziert (also diese Version, die ich in der Hand halte), die englische Ausgabe erblickte schon 1979 das Licht der Welt.
Seiten: 431  / 1.Teil:  208
Preis: 7,95 €
… Das ist eines dieser Bücher, wo ich genug Zitate für ein ganzes Jahr finden kann. Es ist fantastisch und überraschend witzig. Aber erstmal langsam. Platzieren wir doch erstmal strategisch klug eine Inhaltsangabe des 1. Teils.

Was passiert?

“Für Arthur Dent ist es ein ganz normaler Donnerstag, bis sein Haus von Planierraupen niedergewalzt wird. Kurz darauf wird allerdings auch die gesamte Erde von einem vogonischen Bautrupp plattgemacht, weil sie einer Hyperraum-Umgehungsstraße weichen muss. Aber da hat sich Arthurs bester Freund (Ford Prefect) schon längst als Alien entpuppt, und sie sausen durchs Weltall mit nichts als ihren Badetüchern und einem harmlos wirkenden Buch, auf dem in großen, freundlichen Buchstaben »KEINE PANIK« steht. Und dabei hat das Wochenende gerade erst angefangen…” (sagt amazon.de) (Die englische Zusammenfassung (siehe unten) ist sehr viel besser!)

Meinung

Zuerst einmal ist es wirklich schwierig, das was passiert zusammen zu fassen. Da ich kläglich daran gescheitert bin, habe ich diese eher knackig-kurze Inhalts-schmackhaftmachende Klappentext-Version von amazon genommen.
Die Erde wurde zerstört und das nur weil ein paar strunzblöde Vogone meinten,da müsste eine Umgehungsstraße hin. Dass sein Freund Ford Prefect ihn (Arthur Dent) gerade noch vor dieser unausstehlichen Lebensform retten kann, grenzt an ein Wunder. … Aber ich könnte versuchen, so viel wie möglich über die Geschichte hier aufzuschreiben, aber das ganze wirklich fassen, könnte es nie.
Dieses Buch ist ein Meisterwerk. Ich bin fassungslos, dass ich es nicht schon vorher gelesen habe. Es ist so wahnsinnig witzig (Betonung liegt auf wahnsinnig!) und die ganze Geschichte dreht und wendet sich jedes Mal aufs Neuerliche in eine unglaublich unwahrscheinliche Richtung (Achtung! Unwahrscheinlichkeit ist ein hoher Bestandteil dieser Geschichte).
Ich könnte jetzt anfangen, Marvin, den manisch-depressiven Roboter, zu zitieren, der ein geniales Statement nach dem anderen raushaut, aber das könnte eigentlich auf fast jede Figur zutreffen. All die Charaktere, die wir im ersten Band kennen lernen, faszinieren von Anfang an und ich war überrascht, als er plötzlich schon vorbei war. Mickrige 200 Seiten hat man so schnell weg inhaliert, so schnell kann man nicht mal  “Vogonische Poesie ist schrecklich!” sagen!
Wie man das kurieren kann? Direkt weiterlesen. (Sicherheitshalber habe ich mir eine gebrauchte Version von den 5 Bänden in Einem gekauft, damit mir der Lesestoff nicht ausgeht). Das Einzige Furchtbare was ich entdecken konnte: Weit und breit gibt es nichts, was ich furchtbar fand!
(Abgesehen davon, dass der Autor ja leider verstorben ist und das keine weiteren Geschichten bedeutet. Aber es warten ja noch drei Bände auf mich!)
Viel geschwafelt, nichts gesagt: Eine absolut klare Leseempfehlung, wenn nicht sogar Pflicht. Das ist ein Klassiker, der einen vom Hocker haut. Krasser als der Pangalaktischer Donnergurgler!
 (Wie schafft es ein Buch so witzig und gleichzeitig erstaunlich philosophisch zu sein?)

I think, I just found my own personal bible in the Genre of Science-Fiction. It’s amazing!

Title: The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy
Author: Douglas Adams (the one and only)
Pages: 216
Price: 6,10 €

A little summary

“Seconds before the Earth is demolished to make way for a galactic freeway, Arthur Dent is plucked off the planet by his friend Ford Prefect, a researcher for the revised edition of The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy who, for the last fifteen years, has been posing as an out-of-work actor.
Together this dynamic pair begin a journey through space aided by quotes from The Hitchhiker’s Guide (“A towel is about the most massively useful thing an interstellar hitchhiker can have”) and a galaxy-full of fellow travelers: Zaphod Beeblebrox–the two-headed, three-armed ex-hippie and totally out-to-lunch president of the galaxy; Trillian, Zaphod’s girlfriend (formally Tricia McMillan), whom Arthur tried to pick up at a cocktail party once upon a time zone; Marvin, a paranoid, brilliant, and chronically depressed robot; Veet Voojagig, a former graduate student who is obsessed with the disappearance of all the ballpoint pens he bought over the years.
Where are these pens? Why are we born? Why do we die? Why do we spend so much time between wearing digital watches? For all the answers stick your thumb to the stars. And don’t forget to bring a towel!”

Opinion


I. Love. It. 
This book is so hilariously funny I couldn’t put it down even for a second. This story is so new (I know, it was originally published in 1979) but I promise you,you’ll never read something as strange and funny and deep as this!(and it manages to be funny, deep, strange all AT ONCE?!) I don’t know how I could put my excitement in words. This book’s characters are so individually awesome and the storyline is always turning around (I promise you that, too) and if you are open for a little bit of craziness and a lot of fun – read this Sci-Fi-Bible* and you’ll be struck with pure Awesomeness. (Okay, I’m just going to talk about how awesome the book is and not really going to name why… that isn’t fair. So, here we go).

  1. Reason to like it:The point of view is constantly switching between the some of the characters and some of the random things that seem to happen in the universe (you’ll be in the head of a suddenly created whale that has some thoughts before he’s going to collide with the ground)
  2. Zaphod Beeblebrox. He’s the powerless president of the Galaxy and the craziest person you’ll ever meet. I don’t even know if he’s human (He has two heads and three arms and an ego bigger than the Empire State Building!)
  3. Marvin. I love him, too. I shouldn’t because he’s a chronically depressed robot who always seems to NOT-enjoy himself at all. No matter what happens he’s depressed and say’s things you want to quote because they are true AND funny.
  4. 42. That’s the answer to everything. The only problem is no one knows what the questions is. (Totally out of context, but there was a Computer built called “Deep Thought” which calculated about a … billion years (?) to get the answer of everything straight. Too bad, that no one seems to know THE question (but all the hope is laying on Arthur Dent’s shoulders. Poor him.)What are you waiting for? I won’t give you a cookie unless you’ve read this masterpiece! 😉

    *I don’t want to offend any religion, just to be clear

Die Känguru-Chroniken von Marc-Uwe Kling

9/10 ★

Die Geschichte ist einfach, weil es eigentlich kaum eine Geschichte ist sondern in sehr vielen Kapiteln eingeteilte kleine Geschichten sind. (Macht dieser Satz überhaupt Sinn?)

Marc-Uwe Klingt ist Küns – nein, Kleinkünstler und lebt in Berlin. Eines Tages klingelt bei ihm ein Känguru und bittet ihn um Pfanne, Milch, Mehl, Eier und bringt Marc-Uwe schließlich dazu, auch noch für die Füllung der Eierkuchen einkaufen zu gehen (“Aber nicht bei LIDL!”, schreit mir das Känguru noch hinterher.*)

Die beiden kommen sich im Laufe der paarundachtzig Geschichten immer näher und während das Känguru testet, ob Marc-Uwe auch den richtigen Musikgeschmack hat (“Mögen Sie Nirvana?” – “Die Band?” …. “Nein, das Jenseits. Natürlich die Band.”*) werden die Lachmuskeln auf das Brutalste gereizt.
Das ist dann der Moment, in dem man sich entscheiden muss: Lache ich jetzt lauthals in der Sbahn los oder versuche ich es zu unterdrücken, so dass man denkt ich hab Verstopfungen?

>Dabei prägt dieses Wunderwerk an Genialität Wörter wie “Tütensuppentotalitarismus” oder Ausrufe wie “Alles Hähnchen”! Am Besten bleibt aber noch die Devise “Lieber fünfmal nachgefragt, als einmal nachgedacht!”*. Dieser Roman glänzt mit Satire und politischer Witzigkeit (dass ich das je schreibe, erschien mir unmöglich!).

Das Känguru entpuppt sich als leidenschaftlicher Kommunist mit einer Vorliebe für Schnapspralinen. Es ist natürlich auch bei der “Jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung für eine gerechte Weltordnung, für Brot für alle und die Ächtung des sogenannten Musikfernsehen e.V.” und bringt mit seiner großen Klappe nicht nur einmal Marc-Uwe Kling in Schwierigkeiten. Seine Abneigung gegen Ikea fördert das Einkaufen von Teppichen nicht wirklich und bei McDonalds einen “Whopper” statt eines Hamburgers zu bestellen bringt die armen Bediensteten auf die Palme.

Marc-Uwe Kling merkt nach einiger Zeit, dass er die Schnapspralinen des Kängurus nicht ungestraft verstecken kann (er hatte es nur gut gemeint), denn kaum merkt es, dass seine Leibspeise fehlt, malträtiert es den Künstler mit “Pseudo-witzige-Wortverdrehungen”*, die er zutiefst hast.
“Du weißt, dass mir pseudo witzige Wortverdrehungen physische Schmerzen bereiten!”
– “Wie was zum Bleistift?”, fragt das Känguru*

In Kapitel 44 lernen wir Klings wunderbaren Psychater kennen, der kaum etwas anderes sagt als “ahaaaa” … und “dieses Känguruuuu” (genial vertont von Kling persönlich!). Denn er nimmt an, dass das Känguru nur ein Hirngespinst Marc-Uwes ist.
Die Reaktion, wenn er das Känguru endlich trifft ist superb. Marc-Uwe will eigentlich nur über die “latente Gewaltbereitschaft*” des Kängurus reden und das mit einem unparteiischen Schiedsrichter.
“Ist mir unklar, wie der unparteiisch sein soll, wenn du den bezahlst!”, sagt das Känguru*.

Kurz vor Schluss kommt auch noch ein neuer Nachbar ins Spiel – der Pinguin von gegenüber. DER Antagonist des Kängurus. Was es mit ihm auf sich hat, erfährt man im zweiten Teil der Reihe.

Hier ist alles noch ein wenig “ungegliederter”, denn die richtige “Handlung-Handlung” etabliert sich erst in Teil Zwei! Tatsächlich denke ich, dass es Allgemeinbildung ist, diese Meisterwerke zu kennen, denn man lernt dadurch Einiges und manche Sprüche wird man wohl mit ins Grab nehmen, so gut sind die. Kriegt von mir “nur” 9 Sterne, weil ich ja weiß, wie sehr es sich von Teil zu Teil steigert (dabei dachte ich nach dem ersten Teil ist das nicht mehr möglich!)

“Dies ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft”, sagte das Känguru.*

*alle mit einem Sternchen markierte Stellen sind Zitate aus den “Känguru-Chroniken” und deren Eigentum liegt nicht bei mir